Mit 98 Farbtafeln und einem Text von Michel Houellebecq. Bei Nudes geht es um Pornografie, genauer gesagt um Stills von pornographischen Szenen aus entsprechenden Internetseiten, die Ruff elektronisch bearbeitet und zu Superformaten vergrößert hat. Digital koloriert, mit Verwischungen und Unschärfen verfremdet, lösen sich die Bildinhalte in mehr oder weniger abstrakte Farbflächen auf und treiben ein höchst irritierendes Spiel mit der Wahrnehmung.
Brigitte Werneburgs Verdikt über diesen Band ist ebenso so knapp wie eindeutig: "Eine Pleite". Von Thomas Ruffs konzeptueller Aktfotografie ist nicht mehr übrig geblieben als ein eindimensionaler Mainstream-Erotikband, befindet Werneburg und vermutet dahinter den Wunsch des Verlags nach einem Bestseller. Zu den präsentierten "schnuckeligen, sexy Puppen" passen ihrer Meinung die Texte von Michel Houellebecq bestens, in denen dieser seinen verlorenen Paradiesen hinterher weinen darf.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…