Mit 98 Farbtafeln und einem Text von Michel Houellebecq. Bei Nudes geht es um Pornografie, genauer gesagt um Stills von pornographischen Szenen aus entsprechenden Internetseiten, die Ruff elektronisch bearbeitet und zu Superformaten vergrößert hat. Digital koloriert, mit Verwischungen und Unschärfen verfremdet, lösen sich die Bildinhalte in mehr oder weniger abstrakte Farbflächen auf und treiben ein höchst irritierendes Spiel mit der Wahrnehmung.
Brigitte Werneburgs Verdikt über diesen Band ist ebenso so knapp wie eindeutig: "Eine Pleite". Von Thomas Ruffs konzeptueller Aktfotografie ist nicht mehr übrig geblieben als ein eindimensionaler Mainstream-Erotikband, befindet Werneburg und vermutet dahinter den Wunsch des Verlags nach einem Bestseller. Zu den präsentierten "schnuckeligen, sexy Puppen" passen ihrer Meinung die Texte von Michel Houellebecq bestens, in denen dieser seinen verlorenen Paradiesen hinterher weinen darf.
Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen…