Erik Peterson

Offenbarung des Johannes und politisch-theologische Texte

Ausgewählte Schriften. Band 4
Cover: Offenbarung des Johannes und politisch-theologische Texte
Echter Verlag, Würzburg 2004
ISBN 9783429025977
Gebunden, 267 Seiten, 42,90 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Barbara Nichtweiß und Werner Löser. Der vorliegende Band veröffentlicht alle Fassungen von Erik Petersons Interpretation der ersten 13 Kapitel der Johannesapokalypse und macht damit die Entwicklung zentraler theologischer wie politischer Kategorien Petersons sichtbar. Ergänzt werden sie von 14 unveröffentlichten Texten zu Schnittpunkten von Theologie und Politik aus vier Jahrzehnten. Damit wirft er vielfach neues Licht auf die seit Jahrzehnten international geführte Kontroverse um den Stellenwert von "politischer Theologie" im Kontext des Christentums.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 28.08.2004

Hocherfreut zeigt sich Jan-Heiner Tück über diese kritische Edition von Erik Petersons Auslegung der ersten dreizehn Kapitel der Johannesapokalypse in ihren unterschiedlichen Fassungen. Er sieht in Petersons Exegese der Apokalypse den Humus für dessen markanten Arbeiten zur politischen Theologie, die ihn - unter anderem als Antipoden zu Carl Schmitt - berühmt gemacht haben. Entsprechend sei Petersens Lesart des wohl dunkelsten Buchs des Neuen Testaments vor allem eine politisch-theologische. Ausführlich geht Tück auf Petersons komplexe Deutung des außerordentlich schwierigen Textes ein, die von dem Gedanken geleitet sei, dass der Christuskult der Apokalypse nur im Verhältnis zum antiken Herrscherkult verstanden werden könne. Er rechnet es Peterson hoch an, der Versuchung widerstanden zu haben, "die Bilder des Sehers aus Patmos als antizipierende Reportage endzeitlicher Vorgänge zu lesen". Apokalyptischer Furor sei Peterson fremd. Tück hebt hervor, dass sich der Theologe bei seinen Ausführungen auch nicht auf religionsgeschichtliche Herleitungen bestimmter Bilder und Motivkomplexe beschränkt habe. Petersons Verdienst sieht der Rezensent vor allem darin, "auf das politisch-theologische Potenzial der Apokalypse hingewiesen zu haben."

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