Erika Fatland

Sowjetistan

Eine Reise durch Turkmenistan, Kasachstan, Tadschikistan, Kirgisistan und Usbekistan
Cover: Sowjetistan
Suhrkamp Verlag, Berlin 2017
ISBN 9783518467626
Kartoniert, 511 Seiten, 16,95 EUR

Klappentext

Aus dem Norwegischen von Ulrich Sonnenberg. Eine Reise durch die ehemaligen Sowjetrepubliken Zentralasiens: Turkmenistan, Kasachstan, Tadschikistan, Kirgisistan und Usbekistan. Mit dem Ende der Sowjetunion feierten diese fünf Staaten ihre Unabhängigkeit. Sie erstrecken sich von der Wüste bis ins Hochgebirge, gelangten, wie Kasachstan, dank großer Öl- und Gasreserven zu beachtlichem Reichtum, oder zählen, wie Usbekistan, zu den ärmsten Ländern der Welt. Was sie eint, ist eine große Zerrissenheit - zwischen jahrzehntelanger Sowjetherrschaft und autonomer Selbstverwaltung; zwischen hypermoderner Großmachtinszenierung und ärmlichen Lebensbedingungen; zwischen diktatorischem Herrscherkult und höchst lebendigen Traditionen und Kulturen. Erika Fatland erzählt von Samarkand und Dschingis Khan, von Brautraub und der Kunst der Adlerjagd, von erstaunlichen Machtdemonstrationen korrupter Despoten, von marmornen Städten und riesigen Goldstatuen, die sich mit der Sonne drehen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.04.2017

Rezensent Stephan Wackwitz empfiehlt Erika Fatlands Reisebuch über Zentralasien jedem, den es in die Gegend zieht. Das laut Wackwitz gut zusammengestellte Literaturverzeichnis ist ein Grund dafür. Weitere sind für den Rezensenten die vielen Fotos und Karten, zuverlässige Hintergrundinfos und Exkurse (über Sufismus oder Hungersnöte) und der Ansatz der Autorin, die eigenen Erlebnisse von der Verkostung von Kamelmilch über Bahnfahrten durch Kasachstan bis zum Diskothekbesuch in Tadschikistan aus "gewitzt naivem Staunen" heraus zu beschreiben. Dass die Autorin quasi nur mit ihrer Neugier ausgerüstet loszieht, bedenkt Wackwitz mit Respekt. Und auch wenn dieser Zugang ein beschränkter ist, so der Rezensent, findet er ihn in seiner Mischung aus Selbsterfahrenem und Angelesenem doch "reizvoll". Ein guter Reisebegleiter, lobt Wackwitz und ermuntert zum Aufbruch.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 06.03.2017

Renate Nimtz-Köster geht gerne mit der Journalistin und Sozialanthropologin Erika Fatland auf Reisen durch Turkmenistan, Kasachstan, Tadschikistan und Kirgisistan. Abenteuerlich, unterhaltsam und lehrreich findet sie es, wenn die Autorin mit ihren einheimischen Guides durch die Republiken fährt und Geschichten zusammenträgt, über das Leben am verschwundenen Aralsee oder im Atom-verseuchten Semipalatinsk. Sowohl als Erzählerin als auch als Wissenschaftlerin, die ihren Text gründlich mit historischen, politischen und landeskundlichen Exkursen untermauert, findet die Rezensentin die Autorin überzeugend.

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