Abdulla Qodiriy

Die Liebenden von Taschkent

Roman
Cover: Die Liebenden von Taschkent
Dagyeli Verlag, berlin 2020
ISBN 9783935597531
Gebunden, 372 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Aus dem Russischen von Arno Specht, revidiert nach dem usbekischen Original von Barno Aripova. Zum 120. Geburtstag des Reformers, Journalisten und Begründers des modernen usbekischen Romans, Abdullo Qodiriy, erscheint sein großer Roman 'Die Liebenden von Taschkent' erstmalig als unzensierte Ausgabe in deutscher Sprache.Vor dem Hintergrund einer feudalen Gesellschaft und der russischen Kolonialherrschaft entspinnt sich eine tragische Liebesgeschichte. Der Sohn eines reichen Kaufmanns heiratet seine große Liebe, die jedoch von einem anderen begehrt wird. Dieser intrigiert gegen den Kaufmannssohn und bezichtigt ihn revolutionärer Umtriebe. Nur der unerschrockene Einsatz seiner Frau rettet ihn vor dem Galgen. Seine Mutter indes will ihm der Tradition gemäß eine zweite Frau geben. Der Sohn weigert sich, seiner Liebe untreu zu werden und beugt sich nur formal dem Druck. Die zurückgewiesene Zweitfrau sinnt auf Rache und es kommt zu einem tödlichen Showdown.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.04.2020

Abdulla Qodiriy gilt als Vater des modernen usbekischen Romans und "Die Liebenden von Taschkent" als sein Hauptwerk, klärt uns Rezensent Tilman Spreckelsen auf. Der Autor, der 1938 als angeblicher Trotzkist und Konterrevolutionär erschossen wurde, erzählt uns hier die im Jahr 1847 einsetzende Geschichte der arrangierten Ehe zwischen Otabek und Kumush vor dem Hintergrund der Aufstände und Kämpfe der unterschiedlichen Ethnien in Taschkent. Aber der Roman geht tiefer, versichert der Kritiker: Qodiriy belässt es nicht bei bloßer Kritik an der Ehestiftung, er zeichnet seine Charaktere sorgfältig und führt eine zweite Ehefrau ein, die sich einen "subtilen häuslichen Krieg" mit Kumush liefert. Auch wenn der Rezensent sich ein wenig über die vielen Druckfehler und "inkonsequenten Schreibungen" ärgert, taucht er gern mit diesem Roman ab in eine Welt der fremden Sitten, Speisen und Häuser.
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