Das politische Vorgehen Caesars und Pompeius? - die beiden vielleicht bedeutendsten Politiker der späten römischen Republik - und ihr desaströser Bürgerkrieg ließen der römischen Ordnung keinen anderen Ausweg als eine Alleinherrschaft. Ernst Baltrusch beleuchtet die Krise der römischen Republik im letzten vorchristlichen Jahrhundert, deren zentrifugale Kraft sich gerade in diesen beiden Persönlichkeiten verdichtet. Chronologisch aufgebaut und klar strukturiert gibt der Band eine Orientierung über die Zeit von Sullas Diktatur (82 - 79 v.Chr.) bis zu Caesars Ermordung 44 v.Chr.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.07.2004
Sehr brauchbar erscheint Wolfgang Will dieser Titel aus der Reihe "Geschichte kompakt" der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft, die "auf der Basis des neuesten Forschungsstandes" einen voraussetzungslosen Zugang zum Thema und zugleich einen fundierten Überblick bieten wolle. Das ist dem Althistoriker Ernst Baltrusch mit seinem Unterfangen, in die römische Republik einzuführen und zugleich eine vergleichende Lebensbeschreibung von Cäsar und Pompeius vorzulegen, nach Einschätzung des Rezensenten bestens gelungen. Baltrusch gehe es nicht um einen neuen Ansatz, sondern um eine "konzentrierte Bestandsaufnahme", orientiert am Lehrstoff von Schule und Universität. Will hebt hervor, dass der Band mit seinen Kästchen, Rubriken, Kolumnen, Randglossen einen schnellen Überblick ermögliche. Chronologien, Quellentexte, Begriffsklärungen, gelegentliche Illustrationen gliederten den Text, Auswahlbiografien, Sach- und Personenverzeichnis schlössen ihn ab, Einzelanalysen bereiteten auf die berüchtigten Alternativfragen der Examina vor. "Das Buch erfüllt alle Ansprüche, mit der die Reihe angetreten ist", resümiert der Rezensent. "Es ersetzt keine Biografie und bietet doch auch mehr als diese, den Zugang zu einer Epoche."
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