Herausgegeben, übersetzt und kommentiert von Hans Beck und Uwe Walter. Dieser Band erschließt alle erhaltenen Texte der zehn Autoren des 3. und 2. Jahrhunderts v.Chr. Die eng vernetzte historische und historiographische Kommentierung verdeutlicht dabei die methodische und inhaltliche Kohärenz der ersten römischen Geschichtswerke untereinander. Eindrucksvoll zeigt sich die formative Kraft, die von Fabius Pictor und seinen unmittelbaren Nachfolgern für das Geschichtsbild und die Erinnerungskultur der Römer ausging. Die - neu übersetzten - Texte werden von Sach- und Motiverklärungen, Parallelstellen und weiterführenden Literaturangaben begleitet. Die Kommentare bieten kompakte Skizzen zu zentralen Phänomenen von Geschichte, Gesellschaft und politischer Kultur der römischen Republik.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.01.2002
Bisher waren viele der in diesem ersten von zwei Bänden zu frühen römischen Historikern versammelten Texte nur in einem Buch von 1914 zu haben: unübersetzt, sogar die Einleitung war lateinisch geschrieben. Diese neue Ausgabe ist also dringend nötig - und, noch erfreulicher, sie ist, wie der Rezensent Manfred Clauss findet, auch rundherum gelungen. Geboten werden einerseits die Originale (von den in griechischer Sprache geschriebenen Anfängen bis zu Marcus Porcius Cato und seinen Nachfolgern, die lateinisch schrieben), andererseits aber auch Übersetzungen, die der Rezensent für "ausgezeichnet" hält. Die Kommentare und Sachinformationen zu den einzelnen Autoren sind so "ausführlich" wie angesichts der Überlieferungslage möglich, die strengen historiografischen Erläuterungen scheinen Clauss "in jeder Hinsicht geglückt". Ein Band, so sein Resümee, der nicht nur fürs Proseminar bestens taugt, sondern auch dem "interessierten Leser" ans Herz zu legen ist.
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