Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 25.04.2002
Detlef Grumbach macht sich Sorgen, dass er diesem Roman in seiner Rezension nicht gerecht wird und womöglich Leser abschrecken könnte, wo er doch das Gegenteil erreichen will. Dieses Buch, in dem die Spaltung eines Staates, einer Beziehung und einer Persönlichkeit geschildert wird, preist der Rezensent als "grandioses, verrücktes, faszinierendes Werk" und er bemüht sich in seiner sehr ausführlichen Kritik, einen Eindruck vom verschlungenen Text zu bieten, in dem nicht immer klar ersichtlich ist, was Wirklichkeit und was nur in der Phantasie des Protagonisten existiert. Grumbach garantiert eine zwar "mühevolle, aber auch lustvolle Lektürearbeit", wobei er betont, dass der beiliegende "außerordentlich hilfreiche Materialband" und die "ebenso hilfreiche CD" viel zum Verständnis des Buches beiträgt. In dem auf den ersten Blick "experimentell" anmutenden Text, einem richtigen "Leseabenteuer", werde die "Doppelbödigkeit" eines Lebens in der DDR der fünfziger Jahre "buchstäblich vor Augen" geführt, schwärmt der Rezensent beeindruckt, und er begrüßt nachdrücklich, dass das Werk nun, nachdem es lange vergriffen war, wieder zu haben ist.
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