Herausgegeben von Stephen Venables. Am 29. Mai 1953 standen Edmund Hillary und Tenzing Norgay auf dem höchsten Gipfel der Erde - dort, wohin noch nie ein Mensch zuvor seinen Fuß gesetzt hatte. Zum 50. Jubiläum der Erstbesteigung dokumentiert dieser Bildband die Geschichte der Erkundung des Mount Everest vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis in unsere Gegenwart. Der Band enthält über 400 - zum Teil bislang unveröffentlichte - Fotografien aus den Bildschätzen der Royal Geographical Society und zeigt die Expeditionen ab 1921 in spektakulären Bildern, u.a. die ersten Luftaufnahmen des Mount Everest, das letzte Foto von George Mallory und Andrew Irvine und Hillarys epochale Fotografie von Tenzing Norgay auf dem Gipfel. Die Abbildungen erzählen auch vom Leben und den Sitten der Sherpa und zeugen von der überwältigenden Schönheit des Everest-Massivs selbst.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 28.05.2003
Die Tibeter glauben bis heute, dass man sich kein Bild vom Chomolungma machen soll. Chomolungma heißt der Mount Everest in tibetischer Sprache, erzählt der mit "alex" zeichnende Rezensent. "alex" hat einen prachtvollen Bildband studiert, der sich um tibetische Vorbehalte wenig kümmert, wohl aber die Geschichte der schrittweisen Erkundung des Everest nacherzählt - passend zum Jubiläum der ersten Gipfelbesteigung vor fünzig Jahren erschienen. Zunächst entzog sich der Gipfel den "neugierigen Blicken der Kartografen", schreibt "alex". Als britische Wissenschaftler sich an die Abmessung des zunächst spröde "Hoher Gipfel H." genannten Berges machten, wurde ihnen in der westlichen Welt kein Glauben geschenkt und man hielt die Ausmaße für "indische Fantastereien". Der Jubiläumsband mit Aufnahmen aus dem Archiv der Royal Geographical Society ist historisch angelegt, verrät "alex", wartet also sowohl mit trigonometrischen Messungsskizzen aus dem 19. Jahrhundert auf als auch mit Panorama-Aufnahmen allerneuester Kameras und Techniken. Der Gipfel selbst wirkte so unspektakulär, berichtet "alex" von Gipfelbezwinger Edmund Hillary, dass er ihn als solchen bei seiner Besteigung nicht sofort erkannte.
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