Aus dem Spanischen von Thomas Brovot und Susanne Lange.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 01.04.2004
Die Erzählungen des in Italien aufgewachsenen und mit 15 Jahren nach Mexiko gekommenen Autors Fabio Morabito haben es Georg Sütterlin mit ihrer geheimnisvollen und rätselhaften Atmosphäre angetan. Sie spielen allesamt in "Innenräumen", sind aber nichts weniger als Schilderungen des Behaglichen, Häuslichen, so der faszinierte Rezensent, der sie als "fein gesponnen" und "perfekt abgezirkelte" Geschichten lobt. Bei aller Realistik, die den Erzählungen anhaftet, ergibt sich ihr besondere "Reiz" durch das "Geheimnisvolle und Rätselhafte", das mitunter auch ins Unheimliche kippt, schreibt Sütterlin. Als besonders "eindringlich" lobt er die Sprache, die "dermaßen transparent" ist, wie der Rezensent schwärmt, dass man sie quasi gar nicht bemerke. Das mag auch an der "geschmeidigen Übersetzung" liegen, vermutet Sütterlin.
Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Ulf Poschardt: Bückbürgertum Gefährlicher als die Shitbürger sind die Bückbürger. Jene Konservativen und Liberalen, CEOs und Manager, Bischöfe und Intellektuelle, Kanzlerinnen und Kanzler die - wider… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen…