Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 16.12.2006
Ausgesprochen beeindruckt hat Rezensent Uwe Stolzmann diese dritte deutschsprachige Publikation des 1923 bei Nürnberg geborenen Argentiniers Robert Schopflocher beiseite gelegt. Besonderes Merkmal ist seiner Beschreibung zufolge Schopflochers "befremdlich schönes" Exilanten-Deutsch, sein "raumgreifender", detailverliebter Erzählstil und der Stoff selbst. In den Erzählungen konnte der Rezensent drei verschiedene Epochen der argentinischen Geschichte erleben: das Buenos Aires der Inquisition mit seinen Scheiterhaufen und den "Spalieren gröhlender Schaulustiger". Das Peronistische Argentinien mit seinen Schlägern in Lederjacken und dem "brüllenden Beifall" der Masse. Und schließlich das Land in den Siebzigern, zwischen Armee und Guerilla.
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