Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 16.12.2006
Ausgesprochen beeindruckt hat Rezensent Uwe Stolzmann diese dritte deutschsprachige Publikation des 1923 bei Nürnberg geborenen Argentiniers Robert Schopflocher beiseite gelegt. Besonderes Merkmal ist seiner Beschreibung zufolge Schopflochers "befremdlich schönes" Exilanten-Deutsch, sein "raumgreifender", detailverliebter Erzählstil und der Stoff selbst. In den Erzählungen konnte der Rezensent drei verschiedene Epochen der argentinischen Geschichte erleben: das Buenos Aires der Inquisition mit seinen Scheiterhaufen und den "Spalieren gröhlender Schaulustiger". Das Peronistische Argentinien mit seinen Schlägern in Lederjacken und dem "brüllenden Beifall" der Masse. Und schließlich das Land in den Siebzigern, zwischen Armee und Guerilla.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…