Aus dem Italienischen von Verena von Koskull. Nach dem Tod ihres Vaters kehrt Alma in ihre Heimatstadt Triest zurück - eine Stadt an der Grenze zwischen Ost und West. Hier begegnet sie Vili wieder, ihrer Jugendliebe, der ihr nun das väterliche Erbe übergeben soll. Zwischen den Erinnerungen an die Habsburger Kaffeehäuser ihrer Großeltern, an endlose Kindheitssommer und die Straße gen Osten, auf der ihr Vater einst immer wieder verschwand, wird Alma mit Fragen nach Herkunft, Liebe und Identität konfrontiert. Und da ist auch der Schatten des Krieges jenseits der Grenze, der ihre Liebe zu Vili vor vielen Jahren erschüttert hat ...
Triest ist eine Stadt, die einen nicht mehr loslässt, das findet nicht nur Rezensent Marc Reichwein, sondern auch Alma, die Protagonistin von Federica Manzons neuem Roman, auch wenn sie den Namen der Stadt gar nicht explizit nennt. Dort fließen italienische, deutsche, jugoslawische Einflüsse zusammen, die sich auch in Almas Familiengeschichte finden, lesen wir, ihr Vater hatte Verbindungen zu Tito, die in der auf die Osterfeiertage fallenden Handlung in Rückblenden nachvollzogen werden. Reichwein lobt, wie Manzon die Schwierigkeiten der jugoslawischen Identität als Generationenkonflikt zwischen Alma und ihrem Vater erzählt, aber auch als komplexe Liebesgeschichte zwischen ihr und dem Dissidentensohn Vili, der sich in der Zeit der Kriege zum Nationalisten entwickelt. Ihm gefällt auch, wie in der gelungenen deutschen Übersetzung der Themenreigen zwischen Familie, Herkunft und Liebe verhandelt wird und freut sich, mit diesem Roman eine Autorin zu entdecken, die in Deutschland bislang zu Unrecht unbekannt ist.
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