Herausgegeben von Sascha Brinkmann, Joachim Hoppe und Wolfgang Schröder. Afghanistan, Karfreitag 2010: Die Gefechte zwischen Bundeswehr und Aufständischen erreichen einen neuen Höhepunkt. Der bundesdeutschen Öffentlichkeit wird mit einem Schlag klar, dass deutsche Soldaten fast 60 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges im Rahmen des ISAF-Einsatzes kämpfen und Krieg führen. Erstmals nimmt die Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland an einer Trauerfeier für im Auslandseinsatz getötete deutsche Soldaten teil. Das Buch schildert die Gedanken der Männer und Frauen in einem Jahr, das wie kein anderes von einem verbissen um jeden Meter kämpfenden Gegner geprägt war, der das Duell mit den ISAFTruppen nicht scheut: Was bedeutet Krieg für den Menschen, egal ob einfacher Soldat, Planer oder militärischer Führer? Einige wenige sind bereit, darüber zu sprechen und schildern in authentischen und packenden Geschichten den Kriegsalltag in Afghanistan, wie man ihn sich hier, auf sicherem Boden, nicht vorzustellen vermag.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.02.2014
Höchst lehrreich findet Hans-Dieter Wichter diesen Band mit Beiträgen dreier Bundeswehroffiziere, die über ihre Zeit in Afghanistan berichten, Erfolge und Misserfolge dokumentieren und die derzeitige und zukünftige Lage einzuschätzen versuchen. Die soldatische Perspektive scheint Wichter besonders geeignet, harte Realitäten und Lageeinschätzungen zu vermitteln. Der Eindruck, den der Rezensent dabei gewinnt, ist tendenziell düster. Die im Buch beschriebenen Gefechte, wie jenes von Isah Khel, lassen Wichter am nachhaltigen Erfolg des Afghanistan-Einsatzes zweifeln. Allerdings scheint ihm eines auch beruhigend: Den Eindruck von den Soldaten der Bundeswehr, der ihm hier vermittelt wird, findet er durchaus positiv.
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