Die Studie erforscht die parteiinternen, parteiexternen und reformpolitischen Ursachen für das Scheitern des Dritten Weges der britischen und deutschen Sozialdemokratie. Hierfür wird die Parteientwicklung von Labour Party und SPD wandlungstheoretisch eingebettet und vergleichend analysiert. Die Kernthese lautet: Die programmatische, politikstrategische und wettbewerbspolitisch-elektorale Abkehr vom Konzept des Dritten Weges ist in beiden Vergleichsfällen auf ein komplexes Zusammenspiel von parteiinternen Akzeptanzproblemen, konzeptionellen Defiziten der Reformstrategien sowie der Abnahme parteipolitischer Wettbewerbsfähigkeit infolge der erzielten Politikergebnisse in den Politikfeldern der Wirtschafts- und Sozialpolitik zurückzuführen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.02.2021
Rezensentin Petra Weber kennt sich bestens aus in der jüngeren Geschichte der europäischen Sozialdemokratie, da hat Florian Fößel mit seinem Buch keine Chance. Dabei scheint sie das Thema durchaus interessant zu finden: Warum scheiterten SPD und New Labour mit ihrem einst so strahlend eröffneten Dritten Weg des gemäßigten Neoliberalismus? Wie Fößel diese Frage beantwortet, erfahren wir von Weber nicht, sie erklärt lediglich, dass der Autor zahlreiche Interviewpartner zur Untermauerung seiner Argumentation heranzieht. Nach einem Abriss sozialdemokratischer Niederlagen und Richtungswechsel, von dem man nicht weiß, ob er Fößels Darstellung entspringt, moniert die Rezensentin neben einer ausufernden Parteitheorie und verwirrende Begrifflichkeiten noch Wiederholungen und eine fehlende Struktur.
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