Mit einem Vorwort von Bernhard Vogel. 25 Jahre nach der Wiederherstellung der Deutschen Einheit wird es Zeit für eine Bilanz. Der Fokus dieser Studie, die auf der Expertise von Akteuren beruht, liegt auf der wirtschaftlichen Entwicklung des Freistaates Thüringen und der dort vollbrachten Aufbauleistung. Um die Ausgangssituation für diesen beispiellosen Transformationsprozess zu verdeutlichen, steht am Beginn eine kurze Schilderung der desolaten Wirtschaftslage in der DDR Ende der 1980er Jahre. Ein Überblick über die Maßnahmen, die die Bundesregierung treffen musste, um die sozialistische Planwirtschaft der DDR in die Soziale Marktwirtschaft der Bundesrepublik zu überführen, zeigt die von allen Beteiligten geleisteten Anstrengungen auf. Um den Beitrag der Treuhandanstalt in diesem Transformationsprozess darzulegen, wird ein Einblick in deren Arbeit gegeben. Auch werden Unternehmen in Thüringen dargestellt, die umstrukturiert, neu gegründet oder angesiedelt wurden und die somit zum Aufbau einer wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstruktur im Freistaat beigetragen haben. Ein Überblick über die unterschiedlich verlaufene wirtschaftliche Entwicklung in den einzelnen Thüringer Regionen zeigt zudem auf, was auf dem Weg vom Aufbau Ost zum Ausbau Ost im Freistaat Thüringen erreicht wurde.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.11.2015
Rezensent Joachim Scholtyseck wünscht, Franz Schuster hätte in seinem Buch über die Geschichte des Übergangs von der sozialistischen Planwirtschaft der DDR zur Sozialen Marktwirtschaft der Bundesrepublik die Tragik des Geschehens noch stärker herausgestrichen. Auch wenn die Arbeit der Treuhand wohl alternativlos war, wie Scholtyseck ahnt, gab es doch auch den teils dramatischen Ausverkauf an den Westen, meint er. Am insgesamt erfreulichen Eindruck des Buches auf den Rezensenten ändert das nichts. Was der ehemalige thüringische Innenminister hier vorlegt, hält Scholtyseck für eine überzeugende Arbeit, frei von Selbstbeweihräucherung, unpathetisch und faktisch verlässlich.
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