Aus dem Amerikanischen von Hainer Kober. Am Anfang gab es keine Planeten, keine Sterne, keine Galaxien. Nichts, wo Leben hätte Fuß fassen können. Aber es gab einige fundamentale Naturgesetze wie die Gravitationskraft, die die Evolution des Kosmos nach dem Urknall lenkten. Sie sorgten dafür, daß sich nach und nach in unserem Universum die komplexen Strukturen bildeten - von winzigen chemischen Molekülen bis zu großen Himmelskörpern -, die Voraussetzung sind für die Entwicklung von Leben, seien das Bakterien oder eben die Spezies Mensch. Fred Adams nimmt den Leser mit auf eine Reise durch Raum und Zeit und erläutert klar und verständlich die neuesten Erkenntnisse über die Entstehung von Leben, auf der Erde und - wahrscheinlich - anderswo.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.03.2004
Dem Autor sei es mit seinem "lesenswerten" Buch über den Aufbau des Kosmos und die astrophysikalischen Voraussetzungen des Lebens gelungen, neue Aspekte zum vieldiskutierten Thema der Entwicklung des Universums beizutragen, würdigt Günter Paul das "Leben im Universum" von Fred Adams. Den Titel findet unser Rezensent allerdings etwas irreführend, denn es gehe in Adams Darstellungen zwar darum, wie nach heutigen Vorstellungen die einfachsten Lebensformen entstanden sind. Darüber hinaus vertritt der Autor auch die These, dass "der größte Teil der biologischen Aktivitäten im Universum in der Zukunft zu erwarten ist und nicht in der Vergangenheit liegt", berichtet Paul. Doch hauptsächlich beschäftige sich Adams mit den naturwissenschaftlichen Grundlagen des Lebens. In vielen Beispielen überzeuge er den Leser davon, dass selbst bei nur geringen Veränderungen, etwa der starken Kernkraft oder der Größe von Sternen, kein Leben hätte entstehen können. Dabei verfalle der Autor leider gelegentlich in einen "physikalischen Slang", beanstandet Paul an den Darstellungen Adams, der in dem Buch die Auffassung vertritt, dass das Universum nur ein Kosmos unter vielen im "Multiversum" ist.
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