Die alten Fragen "Woher kommen wir?", "Wohin gehen wir?" haben in der modernen Kosmologie eine interessante Antwort erhalten. Wir sind Teil einer langen Kette von Entwicklungen in einem Kosmos, in dem kein Atom verlorengeht und in dem unser Leben sogar mit der Entwicklung der Sterne verknüpft ist. Die frappierenden Erkenntnisse der Physiker über die komplexe Struktur des Universums, in dem unsere solide Alltagswelt offenbar getragen wird von einem Untergrund aus Teilchen und immateriellen Feldern, führen zu einem Verzicht auf eine umfassende Weltdeutung. Sie öffnen aber den Blick für die Bedeutung von Glaubensaussagen. Gerhard Börner erkundet die Grenzen der naturwissenschaftlichen Weltbeschreibung und liefert einen spannenden Beitrag zur Diskussion zwischen naturwissenschaftlichen und religiösen Weltsichten.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 04.01.2007
Der Kosmologe Gerhard Börner versucht sich an einem neuen spekulativen und reizvollen Ansatz schöpferischer Weltordnung, berichtet Martin Urban. Weder die Religion, noch die Naturwissenschaft sei im Besitz der absoluten Wahrheit oder Begriffe. Vielmehr gehe es darum Kategorien zu schaffen, die außerhalb des klassischen Raum- und Zeitdenkens der klassischen Physik liegen, so wie es in der modernen Quantenmechanik der Fall sei, die Entwicklung nicht in der Zeit festlege, "sondern nur in einem statistischen Sinn" und so einen "Raum von Möglichkeiten" eröffne. Übertragen auf das Universum lasse sich die Schöpfung dann als eine "logische Selbstverständlichkeit" begreifen, wie es der biologische Grundsatz "Wahrscheinlich geschieht das Wahrscheinliche" ausdrückt.
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