G. K. Chesterton

Die Wildnis des Häuslichen Lebens

Essays
Cover: Die Wildnis des Häuslichen Lebens
Berenberg Verlag, Berlin 2006
ISBN 9783937834139
Gebunden, 160 Seiten, 19,00 EUR

Klappentext

Mit einer Einleitung von Norbert Miller. Ausgewählt, aus dem Englischen übersetzt und mit einer Nachbemerkung versehen von Joachim Kalka. Für Ernst Bloch war er "einer der gescheitesten Männer, die je gelebt haben". Jorge Luis Borges fand: "G. K. Chesterton hätte Kafka sein können." Wer die von Joachim Kalka gesammelten Skizzen, Einfälle, Gedankenblitze und doppelbödigen Erfindungen liest, kann sehen, dass der Erfinder der Pater-Brown-Geschichten, der vor 70 Jahren starb, zu den ganz Großen der Weltliteratur gehört. In diesen Prosastücken, die Chesterton "Essays" nannte, geht es um die Vorteile der Einbeinigkeit, die Farbe Weiß, um kriminelle Köpfe und die Vergeblichkeit des Erfolgs.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.06.2006

Hier rezensiert, das ist ganz unverkennbar, ein Fan. Michael Maar, daran lässt er keinen Zweifel, hält den Essayisten, Christen und Detektivromanautor Gilbert Keith Chesterton für einen ganz Großen, wenn auch von etwas kindlichem Gemüt. So recht erwachsen geworden sei der Mann wohl nicht. An Frauen etwa zeigt seine Literatur kein Interesse. Sein christlicher Glaube ist eher der eines Kindes. Und seine Lust an der Verkehrung treibe den Autor gelegentlich doch zur Übertreibung. All das fällt aber nicht ins Gewicht für Maar angesichts des Geistes, den Chesterton habe, und des exquisiten Sensoriums für die ästhetische Nuance, das er als Verehrer Walter Scotts demonstriere. In einem Text des Bandes nämlich setzt Chesterton sich mit Scott auseinander, in anderen mit Gott und der Moral der Märchen. Neben dem Don Quixote Nietzsche, schließt der Rezensent seine Hymne, nehme Chesterton sich aus wie Sancho Pansa: keine erhabene, aber eine kulturgeschichtlich höchst bedeutende Figur.

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