August Strindberg

Notizen eines Zweiflers

Schriften aus dem Nachlass
Cover: Notizen eines Zweiflers
Berenberg Verlag, Berlin 2012
ISBN 9783937834467
Gebunden, 320 Seiten, 25,00 EUR

Klappentext

Herausgegeben und übersetzt von Renate Bleibtreu. Dass Strindberg ein unruhiger Geist war, ist bekannt. Nicht so bekannt ist seine Neugier auf alles, was zu seiner Zeit modern zu werden begann. Die Notizen dieses Zweiflers, die Renate Bleibtreu aus dem Stockholmer Nachlass zusammengestellt hat und die hier erstmals auf Deutsch erscheinen, sind ein Kompendium seiner Interessen - und der poetischen Kraft dahinter. Strindberg war Avantgardist und auch mit seiner Sinneswahrnehmung der Zeit weit voraus. Dieses durchaus fantastische Buch, in dem Hören und Sehen, Dichtung, Elektrizität, Geografie und Psychologie eine kühne Verbindung eingehen, gibt viele Beispiele von der Art, wie der große Dichter die Welt in sich aufnahm und interpretierte. Nebenbei entsteht eine der Natur abgelauschte innere Geografie Europas an der Schwelle zum modernen Zeitalter.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.05.2012

Strindberg-Spezialisten und Leser mit ausreichend Humor dürften sich über diesen von Renate Bleibtreu übersetzten und unter dem Titel "Notizen eines Zweiflers" herausgegebenen Sammelband von Aufzeichnungen freuen, glaubt Rezensent Wolfgang Schneider. Nicht immer wird man Strindbergs Gedankengänge nachvollziehen können, warnt der Kritiker, der sich durch eine Vielzahl von Theaterskizzen, Szenenentwürfen und Aphorismen gelesen hat. Während sich Schneider über manches Bonmot wie etwa "Blumen, ungern überreicht, verwelken" amüsiert hat, haben ihn Strindbergs Protokolle fotografischer, optischer und chemischer Experimente ebenso fasziniert wie verwundert: er erfährt hier, dass der naturwissenschaftlich interessierte Autor nicht nur Kälberaugen sezierte und sich an der Goldsynthese versuchte, sondern auch die Kugelform der Erde in Frage stellte.
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