Herausgegeben von Dietrich Papenfuß und Volker M. Strocka.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 09.01.2002
Der Titel des Buchs stellt eine provokative und auch vieldeutige Frage, die bei Hellenisten, Altphilologen, Archäologen auf Empörung, Ablehnung oder auch Zustimmung stößt, weiß Rezensentin Cornelia Isler-Kerenyi. Gemeint sind mit dem Wunder, wie sie erläutert, weitreichende Reformen, die ebenso die Staatsstrukturen wie die geopolitische Stellung und das kulturelle Selbstverständnis im alten Griechenland entscheidend veränderten. Diskutiert wurde diese provokative Fragestellung auf einer Tagung, und so heterogen das Spektrum der Tagungsteilnehmer ist auch das Spektrum der im Buch versammelten Beiträge ausgefallen. Die Rezensentin zeigt sich dankbar, dass die Zahl der Beiträge überwiegt, die das vermeintliche Wunder entzaubern oder gar in Frage stellen. Sie vermisst darum auch eine Einführung in das Thema, bei der die Herausgeber der Frage hätten nachgehen können, wer diese Formel vom "griechischen Wunder" überhaupt in die Welt gesetzt hat. Positiv sieht Isler-Kerenyi die Tatsache, dass nicht nur Athen, sondern auch andere Regionen der Alten Welt beleuchtet werden.
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