Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 11.06.2001
Wer hier erwartet, Kleidungs- und Verhaltenstipps für Karrierefrauen zu erhalten, wird von dem Buch enttäuscht sein, warnt Dagmar Deckstein. Vielmehr handele es sich um "eine Art Erweckungsbuch", bei dem es vor allem um vernetztes Denken gehe. Manches mag einem dabei auf den ersten Blick möglicherweise etwas esoterisch anmuten, meint Deckstein, doch der Hintergrund ist nach ihrer Diagnose ein ernsthafter. Denn die Autorin plädiere für ein Umdenken in Geschäftsprozessen, für weniger Autorität und weniger Drohgebaren bei Managern und in Unternehmen. Dafür sollten Manager begreifen, dass "Führen mehr mit Dienen, einer soliden Dosis Demut und echter Anteilnahme zu tun hat" als mit Machtausübung. Keriman weiß, so die Rezensentin, "dass Gewinn aus Teilen und Teilhaben lassen entsteht und nicht aus Raffgier". Deckstein sieht in diesem Band eine Menge Fragen beantwortet, welches die Rolle von Frauen bei diesem Umdenken ist und merkt an, dass sich dieses Bewusstsein zunehmend auch in Unternehmen durchsetzt. Und so findet sie die Lektüre des Buchs auch für männliche Leser durchaus lohnend.
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