Gary Stevenson

Das Milliardenspiel

Wie man eine Bank ausraubt - und den Rest der Welt gleich mit
Cover: Das Milliardenspiel
Ariston Verlag, Genf - München 2024
ISBN 9783424202885
Gebunden, 400 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Bernhard Schmid. Gary Stevenson ist ein Mathe-Genie und erhält ein Stipendium für die London School of Economics, an der er das Trading Game gewinnt. Der Preis: ein Praktikum bei der Citi Bank, die das Talent des Studenten erkennt und ausnutzt. Stevenson wird zum erfolgreichsten Trader, den die Bank je hatte. Er macht für sie Milliarden und wird selbst Millionär. Gleichzeitig verarmen Familie und Freunde. Er erkennt: Die Banken treiben den Untergang der Weltwirtschaft bewusst voran. Er selbst ist verantwortlich für den sozialen Abstieg anderer Menschen. Gary will aussteigen, aber die Bank lässt ihn nicht. Er wehrt sich und erlebt die Hölle auf Erden… Ein Insiderbericht aus der Schaltzentrale der globalen sozialen Ungleichheit. Ein Ex-Trader packt aus: So zerstören Banken mutwillig den Wohlstand der Welt.Ein fesselnder Insider-Bericht aus der Schaltzentrale der weltweiten sozialen Ungerechtigkeit Seine Vision: ein Wirtschaftssystem, das für alle da ist-

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 14.09.2024

Ein Buch zu einem wichtigen Thema, das zu lesen nicht unbedingt Spaß macht: So beschreibt Rezensentin Edith Kresta Gary Stevensons Pamphlet wider den Finanzkapitalismus der Gegenwart. Stevenson beschreibt darin, erläutert Kresta, seine eigene Karriere als Händler mit Finanzwerten, die in finanzieller Hinsicht durchaus erfolgreich verlief. Stevenson war in seinen Zwanzigern mehrfacher Millionär, stieg dann aber irgendwann aus aus einem Leben voller Drogen, Frauen und Luxus. Kresta quält sich eher durch viele Passagen, besonders anschaulich geschrieben ist das Buch, wenn es um die Details der Finanzdeals angeht, auch nicht. Jedenfalls hatte Stevenson, fährt ihre Rekonstruktion fort, irgendwann genug, heute kämpft er gegen das System, dessen Teil er einst war und hofft dabei darauf, dass die Leute ihre Wut nicht mehr gegen Migranten richten, sondern gegen die Verhältnisse. Die Rezensentin scheint diesem Programm gewogen zu sein, Stevensons Buch freilich scheint ihr nur bedingt Freude bereitet zu haben.

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