Geoffrey Megargee

Hitler und die Generäle

Das Ringen um die Führung der Wehrmacht 1933-1945
Cover: Hitler und die Generäle
Ferdinand Schöningh Verlag, Paderborn 2006
ISBN 9783506756336
Kartoniert, 306 Seiten, 34,90 EUR

Klappentext

Die Führungsstruktur der deutschen Wehrmacht sei "noch blödsinniger, als die besten Generalstabsoffiziere sie erfinden könnten, wenn sie den Auftrag bekämen, die unsinnigste Kriegsspitzengliederung zu erfinden." Das sagte 1941 ein junger Major i. G. Sein Name war Stauffenberg. Was er damit gemeint hat, zeigt nun der amerikanische Historiker Geoffrey P. Megargee. Er legt die erste moderne, kritische Gesamtdarstellung der Geschichte der Wehrmachtführung vor. Schauplätze dieser Geschichte waren vor allem das Oberkommando des Heeres und das Oberkommando der Wehrmacht. Hauptakteure waren Hitler und die höchste Generalität, insbesondere die Heeresführung. Auf alle Seiten wirft Megargee neues Licht. Differenziert untersucht er Strukturen und Machtverhältnisse sowie die Personen, die die militärischen Entscheidungen des Dritten Reiches fällten, und er zeigt, wie grundlegende Mängel und Fehler in den höchsten Kommandostellen die anfänglichen operativen und taktischen Vorteile der Wehrmacht zunichte machten.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.12.2007

Sehr positiv beurteilt Rezensent Christian Hartmann diese Analyse der deutschen Wehrmachtführung von Geoffrey P. Megargee. Verständlich werden für ihn sowohl die anfänglich enormen militärischen Erfolge der Deutschen als auch ihre katastrophalen Niederlagen. Megargee verweise auf die hoch entwickelten Fähigkeiten des Generalstabs zur Truppenführung einerseits, aber auch auf die Vernachlässigung anderer Aspekte der militärischen Führung wie etwa Logistik, Feindaufklärung oder Personalwesen andererseits. Zustimmend äußert sich Hartmann auch über die Einschätzung der Rolle Hitlers, der zunehmend den Superfeldherrn gab. Er hebt in diesem Zusammenhang Megargees Einschätzung hervor, die militärische Elite habe die politische Auseinandersetzung mit Hitler nicht verloren, sondern sei ihr ausgewichen und habe sich wider besseres Wissen zum Handlanger des Diktators gemacht. Hartmann lobt die Arbeit als profund, klar und gut lesbar. Zudem attestiert er dem Buch eine gelungene Verbindung von prägnanten Detailanalysen und der Deutung der großen Entwicklungslinien.

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