Aus dem Amerikanischen von Norbert Lange. Zweisprachig. Mit einem Nachwort von Paul Auster. George Oppen (1908-1984) gehört zu den einflussreichen Objectivists um Louis Zukofsky, die eng verbunden waren mit Ezra Pound, Hilda Doolittle und dem Umfeld des legendären Poetry Magazins von Harriet Monroe. Die Gedichte des Pulitzer-Preisträgers handeln von einfachen Menschen, von ihrer Gegenwart in der Historie, ihrem Potential und ihrer Hoffnung auf Würde. Angefangen mit seinem Band "The Materials", der hiermit zum ersten Mal auf Deutsch vorliegt, markieren seine in den 60er- und 70er-Jahren erschienenen Gedichtbände den bewundernswerten Versuch einer ethisch basierten Poetik vor dem Hintergrund der Katastrophen des 20. Jahrhunderts.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.01.2013
Thomas Leuchtenmüller heißt den amerikanischen Dichter George Oppen herzlich diesseits des Atlantiks willkommen. Es hatte in den vergangenen Jahren zahlreicher Publikationen im angelsächsischen Raum bedurft, um Oppen seinem Einfluss entsprechend zu würdigen, erklärt der Rezensent. Mit "Die Rohstoffe" (im Original: "The Materials") ist dank der Übersetzung Norbert Langes nun eines der wichtigsten Bücher des Dichters erstmals auf Deutsch verfügbar, freut sich Leuchtenmüller. Es war nach der Rückkehr aus dem mexikanischen Exil entstanden, wohin der bekennende Kommunist vor McCarthy geflohen war. "Einfachheit, Klarheit und Kürze", das sind die Maximen des Objektivismus, denen Oppen sich verpflichtet fühlte, begründet durch ein tiefes Misstrauen gegenüber der Sprache, erklärt der Rezensent. Doch auch gegenüber Neuerungen im Arbeitsleben zeigt sich Oppen skeptisch, etwa im Gedicht "Abbild der Maschine" über einen "heißen Klotz", der verzahnt ist "in die lockere Mechanik der Welt mit klappernden Ventilen". Wichtiger war lange keine Wiederentdeckung, meint Leuchtenmüller.
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