Aus dem Amerikanischen von Gerhard Falkner, Joachim Sartorius, Tom Bresemann, Tobias Amslinger, Ute Eisinger, Erwin Einzinger, Nora Matocza, Uda Strätling, Jan Volker Röhnert u. a. Nachwort von Marjorie Perloff. Herausgeber: Christian Lux. Sein jüngster und 27. Band zeigt John Ashbery erneut als Meister des doppelbödigen Versteckspiels. Für die Übersetzung wurden viele der wichtigsten deutschen Lyriker und Übersetzer gewonnen. Sie haben jeder für sich Gedichte ausgewählt und übersetzt. So lässt sich in diesem Band vielfach an verschiedenen Fassungen die Bedeutungsvielfalt, die Schwierigkeiten und die Schönheit des Lyrikübersetzens nachvollziehen. Die Sammlung ist mit einem Nachwort der Literaturkritikerin und Ashbery-Spezialistin Marjorie Perloff versehen. Illustriert ist der Band mit Gemälden Jane Freilichers, die zu dem engsten Zirkel der New York School um Frank O?Hara, Kenneth Koch, Barbara Guest und eben John Ashbery gehört.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.03.2011
Eine fast durch und durch wunderbare Sache ist für den Rezensenten Tobias Döring dieser Band, der nicht einfach eine Übersetzung von John Ashberys Gedichtbuch "A Worldly Country" ist. Zum einen schätzt er, dass auch die Originale enthalten sind (dem verdankt sich das "fast" im "durch und durch": da sind Druckfehler im englischen Text); noch viel mehr aber lobt er, dass es das Buch kaum je bei einer einzigen Übersetzung des jeweiligen Gedichts belässt. Zwei, drei, vier, mehr verschiedene Fassungen werden geboten, jede entlockt dem Original seinen Reichtum auf andere Weise. Dass sich Ashberys Gedichte mit ihren virtuosen Verbindungen von "Gelehrsamkeit und Popularität" für ein solches, darum perfekt gelingendes Experiment lohnen, macht das Lektüre-Glück für Döring perfekt.
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