Die Parkinsonsche Krankheit, im Deutschen auch als Schüttellähmung bezeichnet und 1817 erstmals von dem englischen Arzt James Parkinson beschrieben, ist eine langsam fortschreitende Erkrankung bestimmter Gehirngebiete, die an der Kontrolle unserer willkürlichen und unwillkürlichen Bewegungen beteiligt sind. Dieses Buch beschreibt Ursachen und Verlauf der Erkrankung und erläutert die wichtigsten Therapiemaßnahmen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 01.04.2003
Von einem umfassenden Verständnis der Krankheits-Mechanismen der Parkinsonschen Krankheit sind die Neurowissenschaften trotz etlicher Fortschritte noch weit entfernt, weiß Rezensent Andreas Grabner. Den Stand des Wissens stellt nun Gerd Fuchs, Chefarzt der Parkinson-Klinik Wolfach, in seinem Band "Die Parkinsonsche Krankheit. Ursachen und Behandlungsformen" nach Ansicht Grabners "erstaunlich umfassend" dar. Als Erstinformation für Patienten oder deren Angehörige hält Grabner das Buch allerdings nur für bedingt geeignet: trotz aller Bemühung um Verständlichkeit haben sich seines Erachtens viele unerklärte Fachausdrücke in den Text geschlichen. Überzeugend findet Grabner den Autor vor allem, wenn er Parkinson als Krankheit darstelle, die über die bloße Bewegungsstörung hinausgeht: "Sie schlägt den Menschen auch als soziales Wesen", so Grabner, "da über Bewegungen, Mimik, Gesten und Sprache nahezu alle unsere sozialen Interaktionen ablaufen." Konsequenterweise plädiere Fuchs deshalb nachdrücklich für eine begleitende Psychotherapie als dritte Behandlungs-Säule neben Medikamenten und Krankengymnastik.
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