Mit einem Vorwort von Bundeskanzler und dem Oberbürgermeister der Stadt Dortmund. Als erster namhafter Fußballklub ließ Borussia Dortmund untersuchen, wie die nationalsozialistische Zeit in das Vereinsleben eingriff. Das Buch des BVB-Archivars und Stadtpressesprechers Gerd Kolbe schildert eindringlich den Alltag unter dem NS-Regime, die mörderischen Repressalien ebenso wie die Solidarität der "Vereinsfamilie".
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 13.05.2002
Udo Feist findet es sehr lobenswert, dass mit diesem Buch Borussia Dortmund als erster Fußballverein seine Geschichte in der Nazizeit aufarbeitet. Der Verein habe diese Studie selbst in Auftrag gegeben und mit dem Verfasser, Leiter der Stadtpressestelle und Sprecher des BVB, einen Autor gefunden, der sowohl "gefällig" als auch präzise zu schreiben versteht und dabei stets die "Distanz" wahrt, so Feist beifällig. Ihm macht das Buch deutlich, dass die Borussia zwar kein "Heldenverein" gewesen ist, doch sich auch nicht voll und ganz der Ideologie der Nationalsozialisten verschrieben hatte. Der vom Autor geprägte Begriff von der "Borussenfamilie" möge zwar kitschig klingen, treffe aber ganz gut, was den bis heute andauernden Mythos vom BVB ausmache, so der Rezensent zufrieden. Dabei, lobt Feist, ist die Studie auch ein Stück "Normalo-Soziologie".
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 20.03.2002
Erik Eggers konzediert zwar, dass der Fußballverein Borussia Dortmund vielleicht nicht allzu viel zu verbergen hat, doch findet er den Autor allzu bemüht in seinem Unterfangen, die problematischeren Aspekte der Vereinsgeschichte zu bagatellisieren und den BVB gar zu einem Hort des Widerstandes in der Nazizeit zu stilisieren. Deshalb wirkt dieses Buch auf ihn, als sei es in einen "schwarz-gelben Weichspüler geraten". Der Rezensent moniert, dass Kolbe mit so mancher "Einordnung" Schwierigkeiten habe. So weist er ihm beispielsweise nach, dass die Behauptungen, Hitlers "Mein Kampf" habe dem Sport bessere Bedingungen ermöglicht oder alle jüdischen Sportvereine seien 1933 aufgelöst worden, "Unfug" seien. Und Kolbes Hinweis, Nationalspieler August Lenz, der für die "Organisation Todt" tätig war, sei während des Zweiten Weltkrieges vor allem von "fußballerischen Ambitionen" geleitet worden, verurteilt Eggers als "blanken Zynismus".
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