Otto Rehhagel ist ein Mann der Superlative. Unter den amtierenden Fußballtrainern ist er der dienstälteste, der erfolgreiste, der bekannteste. Norbert Kuntze beobachtete schon als Jugendlicher - vor über 20 Jahren - im Weserstadion, wie Rehhagel seine Spieler nach vorne trieb. Die Faszination hat sich gehalten, die Bewunderung allerding hat im Laufe der Jahre Risse bekommen. So ist seine Biografie keine Huldigung an "König Otto", sondern liefert das Portät eines Aufsteigers, der "nach oben wollte, wo immer das auch sein mochte", der unglaubliche Erfolge feierte und der dabei doch "eckig und kantig" blieb und sich "diese Straßenmentalität" bewahrte, die er in den harten Nachkriegsjahren seiner Jugendzeit verinnerlicht hatte.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 07.10.2000
Ziemlich kurz beschieden wird der Autor von H.G. Pflaum, dass er er da ein "Buch der aufgewärmten Informationen und Scheininformationen" geschrieben hat. Nichts ist ihm neu, nicht der Weg des Trainers von Werder Bremen über München nach Kaiserslautern, nicht seine diversen Aussprüche, und auch die Welt der Sportintrige und des Marktes nicht. Was hat er sich erwartet? Er sagt es im letzten Satz: eine "exemplarische Bundesliga-Biografie".
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