Text von Adalbert Stifter. Mit zahlreichen Fototafeln.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 22.12.2005
Gustav Seibt schwärmt in den höchsten Tönen von den "zart justierten Aufnahmen" des österreichischen Fotokünstlers Gerhard Trumler. Der fünfte und letzte Bildband mit Schwarzweißfotografien beschließe nach mehr als zehn Jahren einen Zyklus, der eine jeweils andere österreichische Landschaft mit Motiven aus der Novellensammlung "Bunte Steine" von Adalbert Stifter in Beziehung zueinander setzt. Auch für die Erzählung "Kalkstein" musste die Auswahl der Motive auf die Kaiserzeit unter Franz Josef beschränkt bleiben. Demnach seien auch auf den im Salzkammergut gemachten Aufnahmen fast keine Spuren modernen Lebens zu finden, sondern detaillierte Naturansichten "Landschaften, Berge, Felsen, Seen" sowie Menschen und Zeugnisse die eine alte bäuerlich-archaische Volkskultur belegen. Dem Künstler Trumler sei es gelungen die meditative Genauigkeit und Deutlichkeit der Stifterschen Prosa in "eine Bildmusik von unsentimentaler Schönheit" zu übersetzen: melancholisch, aber ohne Tränenschleier, so der Rezensent.
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