Ein spektakulärer Coup - die Absetzung des Fuldaer Fürstabts Balthasar von Dernbach durch protestantische Ritter im Juni 1576 - steht im Mittelpunkt dieser Studie. Gerrit Walther schildert detailliert Voraussetzungen und Verfechter, politische und sprachliche Strategien der Fuldaer Gegenreformation, rekonstruiert die Konflikte, die zum Sturz des Abts führten, und den Prozess, durch den er 26 Jahre später wieder eingesetzt wurde. Und er analysiert das große Verhör, in dem 1590 rund hundert Augenzeugen aus allen Ständen - vom Domherrn bis zum Stallknecht - ihre Erlebnisse zu Protokoll gaben und ihre Meinungen über die Gründe und Folgen der Aktion, das Verhältnis von Religion und Politik, von Fürst und Ständen, von Wahrheit und Ideologie entwickelten.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…