Illustrationen von Nina Pagalies. Aus dem Amerikanischen von Klaus Schmirler. "Sachen Machen" ist ein Buch von ABCs und Geburtstagen, denn alle Namen beginnen mit einem Buchstaben, und alle müssen einen Geburtstag haben.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 25.09.2002
Auch wenn es so aussieht oder sich so anhört, ein Buch für Kinder hat Gertrude Stein nicht geschrieben, jedenfalls nicht wirklich. Ursula Sinnreich meint, "Sachen machen" habe vielmehr mit den Bewusstwerdungsprozessen der Kindheit zu tun. So wie Kinder im Spiel Regeln erprobten, neue aufstellten und wieder verstießen, so unterwandere auch Stein die Konventionen des Spracherwerbs und der Sprachanwendung. Wer Gertrude Steins "ABC" lese, meint Sinnreich, der bekäme eine Ahnung davon, was es heißen könnte, einen unverstellten Blick auf das System Sprache zu haben. Man erfährt in diesem Kinderbuch für Erwachsene , wie viele Leben ein Buchstabe hat und wie oft im Jahr er Geburtstag feiert. Denn jede Geschichte kreist um den Tag der Geburt. Aber nicht nur die Erzählfiguren - da gibt es zum Beispiel "Only", der sich besonders lang machen muss, damit er sich von Orlanda und Olga unterscheidet - , sondern auch die Erzählfigurationen hätten bei Gertrude Stein Geburtstag, verrät uns Sinnreich und überlässt es willigen Lesern, herauszufinden, wer wer ist.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 03.02.2001
Sabine Peters betont insbesondere den Spielcharakter dieses "schön gemachten" Buches, das sich, wie sie findet, gut ins Werk Gertrude Steins fügt, obgleich der für die Autorin so typische "ermüdende Geniekult um die eigene Person" fehlt. "Spiel" indessen meint für die Rezensentin in diesem Fall den Versuch, mit Sprache "reine Oberflächen" aufzubauen, von einer Idee zur nächsten zu springen, und so die Lachlust des Lesers zu befördern. Dem Übersetzer, der sich fürs "Nachdichten" entschieden habe, spricht Peters ihre Bewunderung aus: "man bewegt sich beim Lesen im Rhythmus von Gertrude Stein".
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