Mit einem Vorwort von Marcel Reich-Ranicki. Joseph Roth, der Dichter des "Radetzkymarschs" und scharfzüngige Journalist, ein von oft selbst fabrizierten Geheimnissen umgebener Spötter und Abkömmling des verschwundenen ostjüdischen Kosmos, berühmter Trinker, Hotel- und Cafehausbewohner, Zeitgenosse, Freund und Feind von Egon Erwin Kisch, Alfred Polgar, Bertold Brecht, Heinrich Mann, Irmgard Keun, Ödön von Horvath, den expressionistischen Malern - ihnen allen setzt dieses Buch ein Denkmal.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.12.2006
Die Erinnerungen des Filmregisseurs Geza von Cziffra an Joseph Roth sind, nachdem sie lange vergriffen waren, wieder zu haben, stellt Hubert Spiegel zufrieden fest. Von Cziffra hat kein Buch der verklärenden Sorte geschrieben, sondern zeigt Roth in seiner ganzen Ambivalenz und in all seinen einnehmenden wie problematischen Facetten, lobt der Rezensent. Dass er dabei auch die "Berliner Boheme" der Zwischenkriegsjahre in gelungenen Miniaturen ins Gedächtnis ruft, macht für Spiegel diese Erinnerungen besonders reizvoll.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 25.09.2006
Jürgen Busche erinnert sich angesichts der Neuauflage von Geza von Cziffras Biografie seines Freundes Joseph Roth an eine Rezension des Buches von Marcel Reich-Ranicki von 1984, in der sich der Literaturpapst durchaus lobend geäußert hatte. Aufgrund ihrer Souveränität freut den Rezensenten auch der Wiederabdruck dieser Rezension im vorliegenden Buch und weist zudem eingenommen auf die vielen Fotos der Ausgabe hin. Philologen wird die Biografie des Schriftstellers Roth kaum befriedigen, räumt der Rezensent ein. Trotzdem lese man diese Lebensbeschreibung gern, versichert er, weil mit dem persönlichen Blick auf Roth auch eine Seite des literarischen Werks zugänglicher gemacht werde.
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