Als 1825 Carl Bertelsmann mit dem Druck von Lithografien begann, hätte er sich nicht träumen lassen, dass aus Bertelsmann ein Global Player mit rund 97 000 Beschäftigten und 19 Milliarden Euro Umsatz würde. Der Aufstieg des Hauses Bertelsmann war von Anfang an verzahnt mit dem Schicksal und den Katastrophen Deutschlands. Der Publizist und Autor Gian Trepp brachte 1998 erstmals öffentlich die Frage nach der Rolle des Konzerns im Dritten Reich auf. Er scheut sich nicht, den Finger auf die dunklen Punkte zu legen und sucht die Tatsachen hinter den Legenden. Trepp zeigt die Faszination dieser einzigartigen Firmengeschichte und fragt gleichzeitig nach der Rolle der Bertelsmann-Unternehmenskultur als Motor des Aufstiegs in einer von neoliberalen Modellen geprägten Welt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 10.12.2007
Godehard Weyerer hat neuere Bücher über den Bertelsmann-Konzern gelesen, die sich in ihrer Einschätzung der Verlagsgruppe als neoliberaler Stimmungsmacher einig sind. Der Schweizer Publizist Gian Trepp stellt in seinem Buch die Biografie Reinhard Mohns dar, der nach dem Zweiten Weltkrieg die Geschicke des Verlagshauses in die Hand nahm und zu einem international agierenden Konzern ausbaute. Dabei lasse der Autor keinen Zweifel daran, wie opportunistisch sich der ehemals evangelische Verlag mit seinem Programm schon zu NS-Zeiten an die herrschenden Strömungen angepasst hat, so der Rezensent zustimmend. Zudem wirft Trepp die Frage auf, ob die Bertelsmann-Stiftung mit ihrem erklärten Ziel, einen "längst überfälligen gesellschaftlichen Wandel" zu befördern, wirklich das Prädikat "gemeinnützig" tragen darf, teilt Weyerer noch mit.
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