Medien bedeuten Macht. Kann das Internet Bertelsmann, Springer und Murdoch gefährlich werden? Großunternehmen versuchen auch die neuen Medien zu kapitalisieren, doch in der chaotischen, dezentralen Welt des Internet gelten andere Spielregeln. Hochmotivierte Hacker basteln in ihrer Freizeit unauffällig an Enzyklopädien, Communities und gemeinschaftlich betriebenen News-Websites, deren Einfluss mit jedem Tag wächst. Die Medienrevolution spielt sich leise ab - doch ihre Folgen sind bereits jetzt unübersehbar.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.07.2005
"Detailverliebtheit" lautet der Hauptvorwurf von Rezensent Wolfgang Krischke an den Autor Erik Möller, der mit einer Überfülle an Informationen zur Revolutionierung der Informationsgesellschaft durchs Internet aufwartet. Immerhin erhalte der Leser auf diese Weise viele "praktische Tipps" und Hinweise auf Internet-Quellen, gesteht Krischke zu. Möller sehe das Internet ausschließlich positiv, resümiert der Rezensent, "als Plattform für eine künftige gerechte und demokratische Weltgesellschaft". Was Möllers historische Betrachtungen anbelangt, führt dieser Enthusiasmus zu einem vereinfachten Geschichtsbild, kritisiert Krischke, was allerdings seine Einsicht in die Vorgänge einer "heimlichen Medienrevolution" von heute angeht, so sei Möller gut informiert: Web-Logs, die Open Sopurce-Bewegung, Linux, Wikipedia, alles werde umfassend abgehandelt, auch wenn der Verfasser die größeren Entwicklungslinien häufiger mal aus dem Blick verliere. Der Autor ist, verrät Kruschke, selbst ein Wikipedia-Veteran. Um so bedauerlicher sei, dass Möller die Leser nicht "an seinem internen Wissen teilhaben lässt". Denn genau diese Transparenz sei doch das, was Möller für die demokratische Internetgesellschaft der Zukunft behaupte, mokiert sich Krischke.
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