Die Explosion des Tambora im Jahre 1815, auf einer kleinen indonesischen Insel gelegen, löschte nicht nur die Inselkultur aus, sondern führte weltweit zu Wetterextremen. Durch die globale Klimaabkühlung folgte 1816 das berühmte "Jahr ohne Sommer". Erstmals beleuchtet der Autor die ganze Dimension der Auswirkungen des heftigsten Vulkanausbruchs der Neuzeit: Überschwemmungen, Fröste im Sommer und Stürme führten zu Missernten, Hungersnöte trieben die Menschen in die Verzweiflung und lösten soziale Aufstände aus, die USA wurden in die erste wirtschaftliche Depression gestoßen, aber auch die erste Cholera-Pandemie war eine Folge des Ausbruchs. Verständlich und anschaulich erklärt der Autor die sensible Abhängigkeit der menschlichen Gesellschaft vom Klima.
Mit Gillen D'Arcy Wood begreift Matthias Glaubrecht, wie sich der Klimawandel dereinst global äußern könnte. Wenn der Autor anhand des dreijährigen Vulkanwinters, der auf den Ausbruch des Tambora in Indonesien 1815 folgte, den feinen Zusammenhängen zwischen Klima, Ökologie, Wirtschaft und Literatur nachspürt, lernt Glaubrecht anhand der vom Autor erschlossenen und miteinander verschalteten Quellen nicht nur eine der größten Naturkatastrophen des vergangenen Jahrtausends und ihre weitreichenden Folgen kennen, er liest das Buch auch als eindrucksvolle Fallstudie über die Interdependenz natürlicher und menschlicher Systeme.
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