Aus dem Neugriechischen von Andrea Schellinger. Dasein als Fahrt auf dem schwankenden Schiffsdeck der Moderne, und das durch ein eigengesetzliches, kaum beeinflussbares Element: Davon legen die drei Teile der "Logbücher" Zeugnis ab. Verfasst zwischen 1937 und 1955, sind sie dichterische Dokumente aufgezwungener Heimatlosigkeit und fortschreitender Desillusionierung. Dennoch ermutigt diese Odyssee des 20. Jahrhunderts - ohne vorgegebenes Ziel einer Rückkehr - zu einem emphatischen Begriff von menschenwürdiger Existenz, "jetzt, da die Welt nur noch Fremde beherbergt".
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.04.2018
Rezensent Wulf Segebrecht empfiehlt die zweisprachige Ausgabe der Gedichte von Giorgos Seferis aus den Jahren 1940-1955. Die Übersetzerin Andrea Schellinger nennt er eine Kennerin Griechenlands und der griechischen Literatur. Ihre Kommentare und das "hervorragende" Nachwort machen ihn mit den lebens-, werk- und zeitgeschichtlichen Zusammenhängen der Texte vertraut. An Seferis' in den Aufzeichnungen festgehaltenen "Lebensfahrt" nimmt Segebrecht gerne teil. In den Texten entdeckt er Anspielungen auf die griechisch-türkischen Auseinandersetzungen auf Zypern sowie die Ernüchterung des Autors über die Teilung.
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