Giulio Leoni

Dante und das Mosaik des Todes

Kriminalroman
Cover: Dante und das Mosaik des Todes
Paul Zsolnay Verlag, Wien 2006
ISBN 9783552053908
Gebunden, 333 Seiten, 19,80 EUR

Klappentext

Aus dem Italienischen von Karin Krieger. Florenz im Jahr 1300 ist eine unruhige unheimliche Stadt. Dante Alighieri, der spätere Dichter der "Göttlichen Komödie", hochmütig und aufbrausend, ist gerade zum Prior der Stadt ernannt worden, als er nachts in die Kirche gerufen wird, wo ein berühmter Mosaikkünstler auf grausame Weise ums Leben gekommen ist. Zunächst fällt sein Verdacht auf Freunde des Toten, die in geheimer Mission nach Florenz gekommen sind. Als aber der nächste aus dem Kreis des "Dritten Himmels" ermordet wird und auch Dante selbst um sein Leben fürchten muss, wird klar, dass das Motiv des geheimen Mosaiks den Weg zur Lösung weist.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 20.03.2007

Die größte Freude an diesem historischen Krimi dürften die Freunde des Okkulten haben, empfiehlt Rezensent Steffen Richter. Literaturkennern wiederum gibt er den wichtigen Hinweis, dass es sich beim Detektiv um Dante nach der "Vita Nuova" und seiner Anbetung Beatrices handele, und dass er dennoch fluche und zuschlage, dass Gott erbarm. Aber Dante, der hier im zweiten Teil der Trilogie in Venedig ermittle, trete durchaus auch mal mit seinen göttlichen Versen auf und "perforiere" die Textur. Giulio Leoni beziehe sich auf das Jahr 1300, als Dante tatsächlich Regierungsmitglied in seiner Heimatstadt gewesen sei, und nun in Leonis Krimi den Tod eines Mosaikkünstlers recherchiere, der auf gut italienische Weise im Mörtel umkam. All das, so der Rezensent, angereichert mit Tempelrittern und Alchimisten, sei spannend zu lesen, auch wenn es nicht unbedingt literarisch glänze.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 21.11.2006

In seinem historischen Thriller um den Dichter Dante, der eine Mordserie in Florenz aufzuklären hat, bietet Giulio Leonie die äußerst unterhaltsame fiktive "Vorgeschichte" von Dantes epochalem Werk "Die Göttliche Komödie", preist Volker Breidecker. Der Leser solle sich aber bei den vielen Hinweisen auf magische oder übersinnliche Kräfte nicht ins Bockshorn jagen lassen, denn am Ende liefen die schrecklichen Verbrechen auf ganz irdische Verursacher hin, verrät der Rezensent. Er weiß zu schätzen, dass der italienische Autor in seinem Roman ein überaus treffendes Bild vom Florenz um 1300 zeichnet und auch die politische Situation des Stadtstaats packend und genau in seine Geschichte einarbeitet. Am Ende hat Breidecker gar die Hoffnung, dass man durch diesen Kriminalroman sogar Lust bekommt, die "Göttliche Komödie" selbst zu lesen.
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