Glynis Ridley

Claras Grand Tour

Die spektakuläre Reise mit einem Rhinozeros durch das Europa des 18. Jahrhunderts
Cover: Claras Grand Tour
Konkret Literatur Verlag, Hamburg 2008
ISBN 9783894582623
Gebunden, 208 Seiten, 15,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Sonja Hinte. Glynis Ridley erzählt in ihrer Geschichte vom ersten großen europäischen Event des 18. Jahrhunderts. 1741 brachte ein einfallsreicher holländischer Kapitän ein junges weibliches Rhinozeros von Indien nach Europa. Siebzehn Jahre reiste er mit seinem Nashorn Clara durch ganz Europa. Und seine Schautour wurde ein überwältigender Erfolg, Clara wurde ein Star, bewundert von allen, von den einfachen Leuten bis zu den Königen Friedrich II. und Ludwig XV. Sie inspirierte Gedichte, Lieder und Moden. Jean-Baptiste Oudry malte ein lebensgroßes Porträt von Clara, das ab dem 12. April im Museum in Schwerin in der Ausstellung "Oudrys gemalte Menagerie" zu sehen ist. 1741 brachte ein einfallsreicher holländischer Kapitän ein junges weibliches Rhinozeros von Indien nach Europa, wo es große Berühmtheit erlangen sollte. Siebzehn Jahre reiste Kapitän Van der Meer mit seinem Nashorn Clara durch ganz Europa. Für das drei Tonnen schwere Tier hatte er ein spezielles Fuhrwerk bauen lassen, das von acht Pferden gezogen wurde. Die Stationen seiner Reise waren unter anderem Brüssel, Hamburg, Berlin, Dresden, Basel, Paris, Marseille, Neapel, Rom und London. Die Ausstellungstour wurde ein überwältigender Erfolg, Clara wurde ein Star, bewundert von allen, von den einfachen Leuten bis zu Friedrich dem Großen, Kaiserin Maria Theresia und Ludwig XV. Sie inspirierte Gedichte, Lieder und Moden.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.07.2008

Glyndis Ridleys Buch über die "Grand Tour", die der Kapitän Douwemout Van der Meer mit dem indischen Nashorn Clara durch Europa unternahm, wo sie schnell zur Berühmtheit wurde, dokumentiert laut Frank Pergande vor allem die "erste moderne Medienkampagne" der Geschichte. Die in Kentucky lehrende, britische Historikerin konzentriert sich in ihrer Darstellung auf die wirtschaftlichen Seiten dieser Erfolgsstory, wobei aber auch kunsthistorische und kulturgeschichtliche Aspekte in den Blick rücken, wie der Rezensent zufrieden feststellt. Im Original 2005 erschienen ist das Buch jetzt aus Anlass einer Ausstellung in Schwerin mit Werken des Malers Jean-Baptiste Oudry, der das Nashorn seinerzeit in Lebensgröße porträtiert hat, auch auf Deutsch zu haben, so Pergande erfreut.
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