Eine Geschichte in Briefen, zusammengestellt und herausgegeben von Peter Urban.
Im Perlentaucher:
Rezension Perlentaucher
Gogol und Puschkin waren befreundet. Peter Urban hat die Dokumente dieser Freundschaft zusammengetragen, herausgegeben und übersetzt. Man erfährt darin Einiges über die Zensur im zaristischen Russland, ein wenig auch über die Liebe im damaligen Petersburg. Gogols Text über Puschkin aus dem Jahre 1832, in dem der Jüngere nicht müde wird zu betonen, wie russisch, immer wieder wie russisch der von ihm verehrte Puschkin ist, macht klar, wie jung die russische Literatur war und vor allem wie jung sie sich fühlte. Alles wurde noch einmal entdeckt... Lesen Sie mehr in Arno Widmanns 'Vom Nachttisch geräumt'
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 20.06.2003
Christoph Bartmann hat im Briefwechsel zwischen Nikolaj Gogol und seinem Idol Alexander Puschkin den "Geist der literarischen Geselligkeit und Brüderlichkeit" aufgehoben gefunden, der in den 1830er Jahren in Petersburg herrschte und mit Puschkins Tod im Duell abrupt endete. Gogol war der aufstrebende Satiriker, Puschkin der anerkannte literarische Meister Russlands. Das, so Bartmann, spiegelt sich auch im Briefwechsel der beiden - Ehrfurcht auf der einen, ein Hauch aristokratischer Herablassung auf der anderen Seite. Doch zugleich auch der von Eifersucht freie Austausch von Ideen, der die glückliche Stimmung der Zeit charakterisierte - bevor Puschkin tot war und Gogol immer mehr der Schwermut und schließlich dem religiösen Wahn verfiel.
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