Die Auswahl dieser CDs setzt nicht einseitig auf Bekanntes, sondern lädt zu neuen Entdeckungen ein. Inhalt: "35 Gedichte aus den Lyriksammlungen "Statische Gedichte", "Destillationen. Neue Gedichte", "Urgesicht" (Essay), "Der Ptolemäer" (Ausschnitt aus der Erzählung), "Soll die Dichtung das Leben bessern?" (Rundfunkvortrag).
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.01.2007
Wer Gottfried Benn das erste Mal eigene Texte lesen hört, der staunt nicht schlecht, meint der Rezensent Wolfgang Schneider. Das klinge angenehm und keineswegs so schneidig-zynisch, wie man angesichts der Gedichte des Autors vielleicht erwarten würde. Keine Spur Expressionismus findet sich im Vortragsstil. Amüsiert ist der Rezensent von Benns souveräner Verweigerung englischer Ausspracheregeln - wie dem Dichter Perfektionismus ja ohnehin nicht eigen gewesen sei. Trotz des positiven ersten Eindrucks sei die konzentrierte Dosis Originalton-Benn auf Dauer doch etwas ermüdend - anders als in der bei Zweitausendeins erschienenen, die Textformen munter mischende 11-CD-Edition. Es kommt dazu, dass die von Benn für die hier wiedergegebenen Radiovorträge ausgewählten "Hits der fünfziger Jahre" heute wohl nicht als seine haltbarste Lyrik zu betrachten sind.
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