Taschenbuchausgabe. Aus dem Amerikanischen von Ursula-Maria Mössner. Mit seinen Kurzgeschichten rührt Capote noch das unsentimentalste Herz. Er erzählt von verschiedensten Wegen, lieben zu lernen; beschreibt Verirrte und Verlassene, die zwischen Trotz und Traum straucheln; schafft es, Sonderlinge derart zu zeichnen, dass es unmöglich wird, nicht mit ihnen mitzufühlen. Seine Erzählungen verdanken ihren außergewöhnlichen Zauber vor allem einer Tatsache: Sie besitzen Seele. Inklusive der neu entdeckten Geschichte "Yachten und dergleichen".
Wie durch die Lupe eines kleines Kindes schaut Jan Küveler beim Lesen von Truman Capotes nun auch als Taschenbuch erschienenen versammelten Geschichten auf die Welt. Empathie kann er von diesem Autor lernen und was sich durch Schauen alles erkennen lässt, sofern man es beherrscht. Dass Capote Schauen konnte, weiß Küveler spätestens nach diesen zwischen sieben und dreißig Seiten kurzen Texten, die etwa von einer alleinlebenden Frau handeln oder von einem feigen Mann. Für Küveler sind sie poetischer Natur, weniger erzählender. Und die hübsche Aufmachung des Bandes, scheint er zu denken, passt ganz gut dazu.
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