Mit Anmerkungen zum Thema Wolf. Ein Wolf trabt durch die märkische Landschaft. Er hat Beute für seine Familie gemacht, der Nachwuchs braucht jetzt schon Fleisch und drängt aus der Höhle. Nur Schwarzohr, der kleinste Welpe, wirkt noch schwach und die Mutter spürt, dass er sie mehr braucht als die kräftigeren Geschwister. Eines Tages geht Schwarzohr bei einem "Ausflug" verloren. Das Wolfskind ist plötzlich allein in einer unbekannten Welt.
Joki sollte eigentlich Umzugskisten auspacken, stattdessen treibt er sich lieber im Wald herum. Schon bei seinem ersten Streifzug macht er eine Entdeckung: Ein Wolf lebt im Wald! Der Junge beobachtet erst ihn und bald darauf das ganze Rudel. Auch die Wölfe nehmen Joki wahr, doch spüren sie, dass von ihm keine Gefahr ausgeht. Aber als Joki auf den Welpen trifft, der sich verlaufen hat, nimmt er ihn mit und lockt damit das Rudel in die gefährliche Nähe der Menschen. Joki begreift, was er angerichtet hat, und will seinen Fehler wiedergutmachen. Zusammen mit dem Wolfsjungen begibt er sich auf die Suche nach dem Rudel...
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 29.03.2018
Dass Mensch und Wolf seit Menschen- und vielleicht auch Wolfesgedenken eine ganz besondere Beziehung zueinander haben, das weiß doch jedes Kind, aber in den meisten Fällen eben nur aus Märchen und Mythen. Selten fällt einem ein Kinderbuch in die Hände, das diese Beziehung so spannend, so realistisch, so frei von Klischees beschreibt, wie "Joki und die Wölfe" von Grit Poppe, freut sich Rezensent Christoph Launer. Sogar für Erwachsene bietet dieses Buch, versichert er, großes Lesevergnügen, denn abgesehen von der anrührenden Geschichte könne die Erzählung mit vorzüglich humorvollen Passagen, einem exzellent konstruierten Spannungsbogen und einigen interessanten Informationen über Wölfe und ihre Beziehung zu Menschen aufwarten.
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