Lars Lenth

Der böse Wolf von Österdalen

Kriminalroman
Cover: Der böse Wolf von Österdalen
Limes Verlag, München 2021
ISBN 9783809027249
Gebunden, 320 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Aus dem Norwegischen von Frank Zuber. Wenn Wolfshasser auf Wolfsschützer treffen, ist es mit dem Frieden im Wald vorbei... In den entlegenen Wäldern von Østerdalen in Südnorwegen stirbt eine Frau, nachdem sie von einem Rudel Wölfe angegriffen wurde. Der Vorfall macht landesweit Schlagzeilen und gießt Öl ins Feuer der Wolfshasser, die unerbittlich ein Abschussrecht für Wölfe fordern. Die ortsansässige Gemeinschaft der Wolfsfreunde und Naturschützer will nicht akzeptieren, dass wirklich Wölfe hinter dem Tod der Frau stecken - doch sie scheinen auf verlorenem Posten zu kämpfen. Bis der verlotterte, aber engagierte Einsiedler Rino Gulliksen ihnen zur Hilfe kommt und den Feinden seiner geliebten Wölfe zeigt, wer im Wald das Sagen hat. Rino ist jedoch nicht dafür bekannt, vorsichtig zu agieren, und so macht sich Rinos Kumpel Leo Vangen auf den Weg in Richtung Østerdalen, um Schadensbegrenzung zu betreiben. Doch der konfliktscheue, vom Leben gezeichnete Anwalt Leo kämpft mit seinen eigenen Dämonen und ist die denkbar schlechteste Person, um ein Blutbad zwischen Wölfen, Wolfshassern und Wolfsfreunden zu verhindern...

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 13.11.2021

Rezensentin Katharina Granzin wird neugierig auf die beiden Vorgängerromane dieses dritten Teils von Lars Lenth, der vom Tod einer jungen Frau im Wald, angeblich durch Wölfe zerfleischt, erzählt und von den Spannungen, die daraufhin in dem norwegischen Ort mit rechtem Bürgermeister zwischen Wolfshassern und -freunden entstehen. Bemerkenswert findet die Kritikerin vor allem Lenths "sehr eigenen" schwarzen Humor, der Figuren umso stärker karikiert, je wichtiger sie für den Plot sind - davon scheint sie aber eher etwas irritiert als angetan. Spannend findet sie den Krimi aber allemal, vor allem auf Ebene der Gewaltspirale, die zwischen Selbstjustiz und "ungezügelter Jagdlust" entstehe. Ein zusätzlicher Gruselfaktor sei zudem, dass Lenth sich laut seiner Vorbemerkung auf wahre Begebenheiten stütze, wie Granzin abschließend anmerkt.
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