Wie konnte es zu der faszinierenden Fassade des Palazzo Rucellai kommen? Und wer hat sie eigentlich entworfen? In einer investigativen Recherche versucht der Autor beide Rätsel endlich zu lösen. Wie ein Detektiv taucht er in das Florenz der Renaissance ein. Er untersucht das städtebauliche wie gesellschaftliche Umfeld und die Motive des Bauherrn und der anderen Akteure, allen voran der Medici. Im Zentrum aber steht das Tatgeschehen: das Bauwerk selbst. Durch die fundierte Analyse der entwurflichen Grundlagen rekonstruiert Günther Fischer die Genese der Grundrisse und der einzelnen Facetten des Bauwerks, und er ermittelt schließlich in einer überzeugenden Lösung des Falles die Identität des Täters: des Architekten dieser ikonisch gewordenen Palastfassade mit ihrer einzigartigen Gestaltqualität.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.06.2022
Für den Rezensenten Ulrich Pfisterer schreibt Günther Fischer mit seinem Buch über die Baugeschichte des Palazzo Rucellai in Florenz eine veritable Detektivgeschichte. Wer den erstaunlichen Bau, den der Autor laut Pfister architekturtheoretisch präzise und anschaulich beschreibt, zu verantworten hat, kann Fischer zwar auch nicht letztgültig klären, seine gesammelten Indizien aber sprechen für den Steinmetz und Bildhauer Bernardo Rossellino, erklärt Pfisterer. Oder handelte es sich doch um eine Kollaboration? Eine aufregende wie baupraktisch versierte Spurensuche, findet Pfisterer.
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