Leon Battista Alberti, vor 600 Jahren geboren, war ein so genanntes "Universalgenie" und außerdem, das hat Manfred Sack aus seinem "faszinierenden autobiografischen Essay" erfahren, ein ziemliches Ekelpaket - was allerdings den Genuss seiner "Vita" nicht schmälert. Der Leser, schreibt Sack, genießt "Albertis schöne bilderreiche Sprache, staunt über seine unerschöpflichen Gaben, seine zupackende Geschicklichkeit, sein Fantasie und seinen unermüdlichen Elan" - und so weiter. Doch er wundert sich auch: über seinen krankhaften Ehrgeiz, seine nie nachlassende Gier nach Anerkennung. Doch zum Glück, so der Rezensent, gibt es die Herausgeberin und Übersetzerin Christine Tauber, die dem Leser mit "erzgescheiten" Kommentaren zur Seite steht. Schade findet Sack nur, dass sie dabei Italienischkenntnisse voraussetzt.
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