Aus dem Italienischen von Enrico Heinemann. Mit fünfzeh farbigen Abbildungen. Guido Barbujani erzählt die Geschichte unserer Vorfahren und ihrer Lebensweisen. Über die evolutionäre Reise der Menschheit ist schon viel geschrieben worden. Der italienische Genetiker Guido Barbujani blickt so tief hinein in den Alltag unserer Vorfahren wie niemand zuvor. Anhand von fünfzehn lebensechten Rekonstruktionen von Steinzeitmenschen entführt er uns in die Welt von Homo erectus, der als Erster das Feuer zu beherrschen wusste. Wir tauchen ein in das Leben der kleinen Hominiden der Insel Flores in Indonesien, die später als "Hobbits" bezeichnet wurden, begleiten einen Neandertaler bei der Großwildjagd und staunen über die einzigartige und vielfältige Ausrüstung, die sich in Ötzis Gürteltasche fand. Auf der Grundlage von fossilen Funden, jahrtausendealten Gebrauchsgegenständen und Genomanalysen gewährt Barbujani vollkommen neue Einblicke in die Lebensweisen dieser frühen Menschen und führt uns zugleich vor Augen, was uns zu dem gemacht hat, was wir heute sind.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 05.06.2025
Gut informiert über die Naturgeschichte der Menschheit werden laut Rezensent Michael Lange von diesem Buch insbesondere Leser, die neu sind im Thema. Ausgangspunkt sind fünfzehn Porträts von vor allem frühen Menschen wie den Neandertalern oder Uramerikanern, die von Künstlern gestaltet wurden, und die Guido Barbujani zum Anlass nimmt, darüber nachzudenken, was für ein Leben sie geführt haben könnten, erzählt uns der Kritiker. Leiten lässt er sich dabei einerseits von seiner Fantasie, andererseits aber auch von Erkenntnissen der Wissenschaft. Unter anderem weist das Buch auf die Rolle der Evolution hin, was schon deshalb klar wird, weil Darwin höchstpersönlich ebenfalls abgebildet ist, so Lange. Ein weiteres Thema ist die Migration, die die Geschichte der Menschheit seit ihren Anfängen prägte, was sich etwa in der Entwicklung der Bewohner Europas über die Zeiten hinweg zeigt. Gerade die Bilder dieses Buches sind ein schöner Einstieg ins Thema, schließt der Kritiker.
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