Warum hat Platon Dialoge geschrieben? Diese Frage formuliert eines der größten Rätsel der Philosophiegeschichte. Das Buch diskutiert die Antwortversuche der gegenwärtigen Platonforschung, präsentiert erstmals ausführlich die neuplatonischen Deutungen zur literarischen Form der Philosophie Platons und zeigt, warum diese als Alternative zu modernen Ansätzen und Aporien erwogen werden können.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 12.09.2006
Bemerkenswert scheint Rezensent Rafael Ferber diese Studie über Platons Dialog "Parmenides", die Gyburg Radke vorgelegt hat. Angesichts der Vielzahl unterschiedlicher Interpretationen des Dialogs unterstreicht er den Deutungsansatz der Autorin: Diese knüpfe an den Kommentar des Neuplatonikers Proklos (410-485 n. Chr.) an, der nur eine korrekte Interpretation des "Parmenides" zulässt. Danach sind die in dem Dialog durchgespielten Überlegungen zum Begriff des Einen als Beschreibung der verschiedenen Seinsstufen zu verstehen, die dem Prinzip des göttlichen Einen entspringen. Ferber lobt diese "Revitalisierung" von Proklos' Kommentar und bescheinigt der Autorin eine gründliche Auseinandersetzung mit der Forschungsliteratur.
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