Catena aurea (goldene Kette) bezeichnet als Metapher die Arbeit von Werner Beierwaltes an Paradigmen der Metaphysik, die sich auch als philosophische Theologie begreift. In seinen Publikationen hat er am Schmieden einzelner Glieder dieser goldenen Kette mitgewirkt, sie an manchen Stellen repariert, ihr philosophisches und theologisches Reflexionspotenzial entdeckt und intensiver bewusst gemacht. Der Band versammelt Arbeiten aus über fünfzig Jahren und ist damit ein Zeugnis für das kontinuierliche philosophische Wirken von Werner Beierwaltes.
Aus dem Inhalt: Plotins Theorie des Schönen und der Kunst - Neuplatonische Philosophie. Einblicke in ihre Rezeption und deren Kritik - Johannes von Skythopolis und Plotin - Selbsterkenntnis als sokratischer Impuls im neuplatonischen Denken - Der Kommentar zum Liber de causis als neuplatonisches Element in der Philosophie des Thomas von Aquino - Theophanie. Nicolaus Cusanus und Johannes Scottus Eriugena - Philosophisch-theologische Positionen und Voraussetzungen der mittelalterlichen Mystik - Mystische Elemente im Denken des Cusanus - Venatio Sapientiae. Die Jagd nach der Weisheit: Das Nicht-Andere und das Licht - Subjektivität, Schöpfertum, Freiheit. Die Philosophie der Renaissance zwischen Tradition und neuzeitlichem Bewusstsein
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.02.2018
Jens Halfwassen lässt sich von Werner Beierwaltes in den Neuplatonismus einführen. Die im Band versammelten Studien aus den Jahren 1964 bis 2016, bisher laut Rezensent schwer zugänglich, bieten Halfwassen echte Juwelen. So begeistert ihn das Kapitel "Theophanie" oder die zentralen Texte über Nikolaus von Kues. Wenn der Autor im zweiten Teil die späten Schriften von Cusanus behandelt, wird dessen Verhältnis zur Mystik für den Rezensenten offenbar. Die abschließende Bibliografie bedeutet ihm die Produktivität des "wohl kenntnisreichsten" Historikers der Metaphysik.
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