Mare Verlag, Hamburg 2026
ISBN
9783866487567 Gebunden, 512 Seiten, 32,00
EUR
Klappentext
Aus dem amerikanischen Englisch von Rudolf Mast. Am 12. Juli 1776 stach James Cook, in seiner Heimat bereits als der größte "Entdecker" der britischen Geschichte gefeiert, mit der HMS Resolution zu seiner dritten großen Reise in See. Zweieinhalb Jahre später wurde er an einem Strand von Hawaii in einem Konflikt mit Einheimischen getötet. Bisher war Cook durch einen für seine Zeit bemerkenswerten Respekt gegenüber indigenen Völkern aufgefallen. Doch auf dieser letzten Fahrt zeigte er sich von einer ganz anderen Seite. Wie dies mit dem geheimen Befehl zusammenhängen könnte, die Nordwestpassage zu erschließen, beleuchtet Hampton Sides in seinem neuen Buch.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 31.03.2026
Trotz der Makel, die Rezensent Franz Paul Helms an diesem Buch des amerikanischen Historikers und Journalisten über die letzte Reise des britischen Seefahrers James Cook findet, ist er dennoch eingenommen. Der Autor rekonstruiert darin Cooks letzte Seefahrt, während der ein Seeweg durch Nordamerika gesucht wird und aufgrund von Eisschollen einen Zwischenaufenthalt auf Hawaii eingelegt werden muss, resümiert der Kritiker. Helms erkennt in der bildhaften und zugleich klaren Sprache des Textes die Versiertheit, die der Historiker auch bereits in seinen vorherigen Sachbüchern über Kriegsmissionen und amerikanische Geschichte gezeigt hat. Entgegen der damaligen Wahrnehmung Cooks als freundlicher Entdecker, positioniert ihn der Autor als einen umstrittenen, europäischen Kolonialisten und liefert durchdachte Hypothesen, lobt Helms. Als Korrektiv eines kolonialisierenden Eurozentrismus' baut Sides die Perspektive eines mitreisenden, polynesischen Adeligen ein, erklärt der Kritiker, der diese gute Idee allerdings zu "zaghaft" umgesetzt findet. So bleibt das Buch letztendlich doch in Strukturen verhaftet, die es eigentlich aufbrechen will.
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