Hannah Arendt, Mary McCarthy

Im Vertrauen

Briefwechsel 1949-1975 (2 CDs)
Cover: Im Vertrauen
Random House Audio, München 2019
ISBN 9783837146066
CD, 19,99 EUR

Klappentext

2 CDs mit 150 Minuten Laufzeit. Hannah Arendt und Mary McCarthy lernen sich 1945 in einer Bar in Manhattan kennen, werden Freundinnen und schreiben sich über fünfundzwanzig Jahre lang Briefe: Dokumente eines unverbrüchlichen Vertrauens, zugleich ein beispiellos offener Dialog zweier intelligenter Frauen, die beherzt und unvoreingenommen über alles sprachen, was sie bewegte: Politik, Moral, ihre Bücher, ihre Männer. Hier begegnen sich Judentum und Katholizismus, europäische Bildung und politische Kultur Amerikas, deutsche Universitätstradition und Upper-Class-College-Erziehung. Und es begegnen sich zwei Frauen die aneinander auch die Respektlosigkeit des nüchternen Blicks und der offenen Rede schätzen. Katharina Thalbach liest die Briefe von Hannah Arendt, Sandra Quadflieg leiht Mary McCarthy ihre Stimme

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 23.01.2020

Mary McCarthy war eine der wenigen Frauen, denen Hannah Arendt auch intellektuell auf Augenhöhe begegnete, weiß Rezensent Alexander Cammann. Der nun auch als Hörbuchfassung vorliegende Briefwechsel erzählt ihm lebendig und spannend von einer innigen Freundschaft zweier emanzipierter Frauen, die viel verband und doch einiges unterschied - was ihre Beziehung wahrscheinlich so interessant machte, vermutet der Rezensent. Der Kontrast zwischen den beiden Frauen wird von der rauchigen Stimme Katharina Thalbachs als Hannah Arendt und der sanfter lesenden Sandra Quadflieg hörbar gemacht, so Cammann, wobei Quadflieg es mit ihrer mitunter allzu kindlichen Lesestimme nicht immer schaffe, auch die Verruchtheit und den beruflichen Erfolg McCarthys stimmlich deutlich zu machen. Dennoch unbedingt lesens- und hörenswert, meint der Rezensent.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.11.2019

Elena Witzeck lauscht mit Spannung dem Briefwechsel zwischen Hannah Arendt und Mary McCarthy, gelesen in Auszügen von Katharina Thalbach und Sandra Quadflieg. Wie hier zwei Welten aufeinandertreffen und es aushalten, verfolgt sie mit Gewinn, in zeitgeschichtlicher wie in persönlicher Hinsicht, denn was die beiden Freundinnen zwischen 1949 und 1975 besprechen und diskutieren, hört sich für Witzeck einerseits an wie ein Rückblick auf die weltstürzenden Ereignisse der Zeit, vom Eichmann-Prozess über Vietnam bis Watergate, andererseits geht es auch um Scheidungen, privates Glück und Unglück und wie die beiden sich darin stützen und beraten. Die Stimmen der Sprecherinnen passen dazu wie die Faust aufs Auge, findet Witzeck. Über die Auswahl der Briefe kann man streiten, meint sie, aber auch einfach zufrieden sein.

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