Aus dem Amerikanischen von Brigitte Heinrich. In jeder dieser Geschichten treten Tiere auf - mal als Jäger, mal als Beute oder auch nur als des Menschen bester Freund. Eine eigenartige, enge Beziehung tut sich zwischen Mensch und Tier hier auf, es ist, als könnten die verborgenen Ängste und Sehnsüchte des Menschen, die Blessuren, die ihm das Leben beigebracht hat, die Gefühle, die er nicht auszudrücken wagt, erst im Spiegel des tierischen Gegenübers fassbar werden.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.04.2005
Einige von Hannah Tintis Geschichten haben Gisa Funck richtig gut gefallen, andere nichts so sehr. In beiden Fällen lag das an den Tiermotiven, die das Innere der menschlichen Figuren erhellen sollen: Manchmal geht das Konzept auf, dann "stehen die Tiere stellvertretend für jene inneren Dämonen, die rationale Kontrollmenschen nur allzugern verleugnen, um allein um so hartnäckiger von ihnen heimgesucht zu werden", in anderen Fällen erscheint es als bloße Masche und lässt die Erzählung ins allzu Offensichtliche kippen - etwa in der Geschichte mit dem Liebhaber, der Frau und der Schlange. Insgesamt findet die Rezensentin Tintis Tiersymbolik jedoch "zweifellos interessant" und lobt ihre Fähigkeit, eine "Aura des Geheimnisvollen und Unheimlichen" zu erzeugen, auch wenn sie nicht ganz so weit wie amerikanische Rezensenten gehen möchte, die in der Autorin bereits eine Wiedergängerin Edgar Allan Poes entdeckt haben.
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